HWRMRL/Informationen Kommunen

Aus Flussgebiete NRW
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hochwasserrisikomanagement in Kommunen

Die Kommunen in NRW sind für die Umsetzung des Hochwasserrisikomanagements zentrale Akteure. Sie sind in vielen Bereichen für die Umsetzung von Maßnahmen eigenverantwortlich zuständig und leisten wichtige Beiträge vor Ort für die Vorsorge und den Hochwasserschutz. Und sie sind für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen die lokalen Ansprechpartner hinsichtlich Informationen über die möglichen Gefahren und Risiken sowie zu den Möglichkeiten der Eigenvorsorge.

Daraus ergeben sich vier Handlungsbereiche des Hochwasserrisikomanagements, die aus kommunaler Sicht besonders wichtig sind:

  • Information und Öffentlichkeitsarbeit
  • Katastrophenschutz (ggf. in Zusammenarbeit mit den Kreisen)
  • Bauleitplanung und Baugenehmigungen
  • Technischer Hochwasserschutz

Das MKULNV sowie die Bezirksregierungen unterstützen die Kommunen auf vielfältige Weise bei der Wahrnehmung dieser Aufgaben.


Information ist die Grundlage

Die Grundlage für die Planung und Umsetzung von Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagements sind entsprechende Informationen zu den Gefahren und Risiken sowie zu den unterschiedlichen Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Mit den Hochwassergefahrenkarten und den daraus abgeleiteten Hochwasserrisikokarten können alle Akteure – von der Kommune über den Landwirt bis zur Hausbesitzerin – die Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen einschätzen und verringern.

Auf der interaktiven Internetseite des Umweltministeriums Umweltdaten vor Ort oder im Fachinformationssystem für die Wasserwirtschaft in NRW können Sie über eine Adresssuche schnell die Gefährdung in Ihrer Kommune prüfen.

Zur weiteren Unterstützung bei der Auswertung der Karten gibt es eine Lesehilfe sowie pro Kommune eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen in einem Steckbrief .

Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen

Gemeinsam mit den Bezirksregierungen haben die Kommunen die für den Schutz und die Vorsorge relevanten Maßnahmen identifiziert und in einem Maßnahmenplan zusammengetragen. Die kommunalen Steckbriefe beinhalten die auf dem jeweiligen Gemeinde- bzw. Stadtgebiet umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Reduzierung des Hochwasserrisikos. Diese Maßnahmen gilt es nun in den kommenden Jahren umzusetzen bzw. fortzuführen, damit gemeinsam eine wirksame Reduzierung und Vermeidung von Hochwasserrisiken erreicht werden kann.

Zur Unterstützung des Hochwasserrisikomanagements in den Kommunen gibt es verschiedene Angebote des Ministeriums und der Bezirksregierungen, die auf dieser Seite zusammengetragen wurden und künftig weiter ergänzt werden.

Sie finden zahlreiche Broschüren und Informationen zu verschiedenen Themen des Hochwasserrisikomanagements unter dem Menüpunkt „Vertiefende Informationen zum Risikomanagement“.

Für die Bewältigung einer zentralen Aufgabe der Kommunen - die Vermittlung von Informationen über die Hochwassergefahren und Möglichkeiten zur Eigenvorsorge an die Bevölkerung - wurden Textbausteine für unterschiedliche Zwecke (Internet, Presse, Broschüren/Flyer) erarbeitet. Die Idee für diese Textbausteine wurde im Rahmen eines Erfahrungsaustausches zum Thema „Kommunikation“ zwischen kommunalen Vertretern, Vertretern der Architekten- und der Ingenieurkammer, der Kommunalagentur und dem MKULNV entwickelt. Die Textbausteine finden Sie hier:

Der Erfahrungsaustausch zum Thema Kommunikation ist ein Baustein des Kommunikationskonzeptes des MKULNV im Zusammenhang mit der Umsetzung der HWRM-RL. Hier geht es insbesondere darum, die kommunalen Akteure bei der Planung und Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen im Rahmen des Hochwasserrisikomanagements (HWRM) zu unterstützen. Der erste Erfahrungsaustausch zum Thema Kommunikation fand am 11. Mai 2015 statt - eine Dokumentation dazu finden sie hier: Dokumentation erster Erfahrungsaustausch.

Im Rahmen des zweiten Erfahrungsaustausches am 13. Juni 2016 wurden unterschiedliche Ansätze zur Kommunikation mit den Zielgruppen innerhalb einer Kommune angesprochen und diskutiert. Ein wichtiger Aspekt war aus gegebenem Anlass die Kommunikation zum Thema „Starkregen“ und der Umgang mit Informationen zum Starkregen. Die Dokumentation zum 2. Erfahrungsaustausch finden sie hier: Dokumentation zweiter Erfahrungsaustausch.

Grundsätzlich soll dieser Austausch im jährlichen Rhythmus fortgesetzt werden. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich mit dem MKULNV (Kontakt finden Sie hier) in Verbindung setzen.

Förderung

Das Land stellt eine finanzielle Förderung für wasserwirtschaftliche Vorhaben bereit. Die Voraussetzungen und Fördertatbestände können den aktuellen Förderrichtlinien der Wasserwirtschaft entnommen werden.