Strahlwirkungseffekte

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Projektdaten
Titel: Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzept in der Praxis
Abkürzung: LANUV-Arbeitshilfe Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzept in der Planungspraxis
Durchführende Institutionen Konsortium Universität Duisburg-Essen et.al.
Projektleitung LANUV, Fachbereich 54
Status abgeschlossen
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Begleiterlass zum Entwurf der Arbeitshilfe Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzept in der Planungspraxis, Stand 26.11.2010
Unterlagen Arbeitshilfe Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzept in der Planungspraxis
Projektbericht
Anhänge zum Projektbericht (ZIP-Datei)


Anlass

Mit den grundlegenden Arbeiten des Deutschen Rats für Landespflege (siehe hier) wurde erstmals für Gewässer der "Strahlwirkungsansatz" beschrieben. Dieser konzeptionelle Ansatz ist im Maßnahmenprogramm zur Umsetzung der WRRL als kosteneffizienter Ansatz zur Erreichung der ökologischen Ziele der Richtlinie verankert. Seine Anwendung erfordert eine gewässersystemare Betrachtung und die entsprechende Ausrichtung von Maßnahmen zur Verbesserung der gewässerökogischen Potenzials. Der Leitfaden zur Aufstellung von Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzepten beschreibt die Anforderungen an Funktionselemente (Strahlursprung, Strahlweg, Trittstein) vertieft.


Ziele

Die vorliegende Arbeitshilfe für die Planungspraxis soll die erforderlichen Grundlagen für die effiziente Nutzung von Strahlwirkungseffekten beschreiben. Sie richtet sich an alle, die strukturelle Verbesserungen an Fließgewässern planen bzw. in die Planungen eingebunden sind. Dem Anwender werden zunächst die verwendeten Begriffe und das Ausbreitungsverhalten der biologischen Qualitätskomponenten erläutert. In seinem Kernteil enthält die Arbeitshilfe tabellarische Zusammenstellungen der Mindestanforderungen an Länge und Ausstattung der Strahlwirkungselemente sowie an stoffliche und hydraulisch-hydrologische Rahmenbedingungen, bei deren Einhaltung die Zielerreichung wahrscheinlich ist. Eine ausführliche Beschreibung des Planungsprozesses mit einigen Beispielen ergänzt die Arbeitshilfe.


Wesentliche Ergebnisse

  • Neben einer artenreichen Besiedlung von Strahlursprüngen haben auch weitere Faktoren wie z. B. kühle Wassertemperaturen, eine besonders gute Wasserqualität oder kleinräumige, verschleppte Lebensraumstrukturen eine positive Ausstrahlung auf unterhalb gelegene schlechtere Abschnitte haben.
  • Negative Auswirkungen von schlechten Gewässerabschnitten auf bessere Strecken (Fern- und Nachbarschaftswirkung) werden beschrieben.
  • Die hohe Bedeutung einer ganzheitlichen, gewässersystemaren Betrachtung vorhandener und benötigter ökologischer Potenziale wird durch die Untersuchungen untermauert.
  • Differenzierte Kenntnisse über die Strahlwirkung in einem Gewässersystem ermöglichen eine zielgenaue und effiziente Beplanung der Gewässer hin zum geforderten guten ökologischen Zustand oder zum guten ökologischen Potenzial.
  • Die in Nordrhein-Westfalen vorherrschenden Tieflandgewässertypen wurden konkret auf die dort zu beobachtende Strahlwirkung untersucht, da für diese Gewässer bisher kaum Literatur und/oder Messungen zur Strahlwirkung vorlagen.
  • Neben den Erkenntnissen aus diesen Messungen wurden den Angaben im Leitfaden weitere Projektergebnisse, z. B. aus der Untersuchung an der Eifelrur, sowie eine ausführliche Literaturrecherche zugrunde gelegt.
  • Alle Zwischenergebnisse wurden durch umfassende statistische Auswertungen des Datenbestandes aus dem ersten Monitoringzyklus in Verbindung mit Daten zur Gewässerstruktur, zur Durchgängigkeit und zur Landnutzung verifiziert. Diese Basis für die im vorliegenden Leitfaden spezifizierten Anforderungen an Strahlursprünge und Strahlwege wird in einem gesonderten Projektbericht veröffentlicht.
  • Auf den Begleiterlass wird ausdrücklich hingewiesen.