Die Flussgebietseinheit Ems

Mittwoch, 19. April 2017

Die Flussgebietseinheit Ems

Vom Teutoburger Wald bis in die Nordsee

Auf deutschem und niederländischem Staatsgebiet liegen die Gewässer der internationalen Flussgebietseinheit Ems. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen zum Fluss Ems, zum Einzugsgebiet der Ems sowie zur Organisation und den nationalen bzw. internationalen Aufgaben der Flussgebietsgemeinschaft Ems und der Flussgebietseinheit Ems.

Die Ems bei Telgte

Die Ems bei Telgte

Ems-EZG, Ems
Die Ems bei Telgte. Quelle: LANUV

Die Ems und ihre Nebengewässer, das Ems-Dollart-Ästuar und die angrenzenden Küstengewässer mit Teilen des Wattenmeeres und den zugehörigen Ostfriesischen Inseln bilden die internationale Flussgebietseinheit (FGE) Ems. Diese liegt auf deutschem und niederländischem Staatsgebiet und grenzt im Osten an das Wesereinzugsgebiet, im Süden und Westen an das Rheineinzugsgebiet. In Deutschland haben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen Anteile an der Flussgebietseinheit.

Die Ems entspringt im Osten der Westfälischen Bucht, fließt anschließend in Niedersachsen durch die norddeutsche Tiefebene und mündet nach insgesamt 371 km bei Emden in den Dollart (Nordsee).

Die Größe des Gesamteinzugsgebietes der Ems beträgt ca. 18.000 km². Deutschland hat einen Anteil von 15.008 km² (84 %) am Gesamteinzugsgebiet der Ems, die Niederlande einen Anteil von 2.312 km² (13 %). Die restlichen 482 km² (3 %) entfallen auf das Gebiet Ems-Dollart, das von Deutschland und den Niederlanden gemeinsam bewirtschaftet wird.

    Karte der Flussgebietseinheit Ems

    Karte der Flussgebietseinheit Ems

    Karte der Flussgebietseinheit Ems

    Ems-EZG
    Karte der Bearbeitungsgebiete in der Flussgebietseinheit Ems (Quelle: BWP 2016-2021, MKULNV)

    Die Ems in NRW

    Das Quellgebiet der Ems liegt in der Senne im Osten der Westfälischen Bucht. Von dort erstreckt sie sich Richtung Westen bis zu den Baumbergen und verläuft von dort westlich entlang des Teutoburger Walds bis zur niedersächsischen Grenze in den Norden.

    Die Ems hat in NRW eine Länge von 156 km und wird aus einer Fläche von ca. 4.100 km² (23 % des Emseinzugsgebiets) gespeist. Die wichtigsten Nebengewässer der Ems in NRW sind Dalkebach, Axtbach, Hessel, Bever, Werse, Münstersche Aa, Glane und Bevergerner Aa.

    Hier geht es zum Arbeitsgebiet Ems-NRW.

    Die Flussgebietseinheit Ems (FGE Ems)/Flussgebietsgemeinschaft Ems (FGG Ems)

    Zur nationalen Koordinierung der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) haben die beiden Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Flussgebietsgemeinschaft Ems (FGG Ems) gebildet. Die Geschäftsstelle Ems hat ihren Sitz beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz NLWKN in Meppen. Auch die Belange der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (HWRM-RL) werden von der Geschäftsstelle koordiniert.

    In der internationalen Flussgebietseinheit Ems arbeiten die Staaten Deutschland und Niederlande gemeinsam an den grenzüberschreitenden Zielen der Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie.

    Die vier Flussgebietseinheiten in NRW

     

    Flussgebietseinheiten in NRW

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