Die Gewässer in NRW

Montag, 3. Juli 2017

Die Gewässer in NRW

Ein dichtes Netz von Bächen und Flüssen durchzieht das Land Nordrhein-Westfalen. Auch einige Seen gibt, es, die meisten davon sind allerdings von Menschenhand geschaffen. Informieren Sie sich hier über die besonderen Eigenschaften der Gewässer in NRW.

Die Fließgewässer

Ein naturnahes Gewässer – der Gleiebach

Ein naturnahes Gewässer – der Gleiebach

14.09.2017
Gleiebach
Ein naturnahes Gewässer – der Gleiebach. Quelle: LANUV

Nordrhein-Westfalen wird von mehr als 50.000 Kilometern Fließgewässer durchzogen – das sind vor allem eine Vielzahl kleiner Gräben und Bäche, aber auch Flüsse wie Ruhr, Wupper oder Ems bis hin zu großen  Strömen wie dem Rhein oder der Weser. Für sie alle gelten die Anforderungen der EG-Wasserrahmenrichtlinie. Für die Bewirtschaftungsplanung und Rückmeldung an die EU-Kommission konzentriert sich die Darstellung meist auf die "berichtspflichtigen" Fließgewässer. Das sind alle Fließgewässer mit einem Einzugsgebiet von mindestens 10 Quadratkilometern Größe. In NRW fallen rund  14.000 Kilometer Bäche und Flüsse unter dieses Kriterium. Sie werden in der Bestandsaufnahme, der Bewirtschaftungsplanung und bei den Maßnahmenprogrammen dargestellt.

Fließgewässertypen – Grundlage für Bewertung und Maßnahmenplanung

Unser Land weist eine Vielfalt unterschiedlicher Landschaftstypen und geologischer Untergründe auf. So vielfältig wie die Landschaft sind auch die Fließgewässer in den verschiedenen Regionen. Für ein besseres Verständnis der natürlichen Zusammenhänge, aber auch der menschlichen Einflüsse wurden die Fließgewässer nach gemeinsamen Merkmalen geordnet und sogenannten Fließgewässertypen zugeordnet. Als Referenz der ökologischen Bewertung und als Orientierung für ökologische Verbesserungen im Rahmen von Renaturierungs- oder Unterhaltungsmaßnahmen sind sie eine wichtige Grundlage.

 

Die Gewässerstruktur der Fließgewässer

Die Gestalt natürlicher Bäche und Flüsse weist typische Strukturen auf, die von Rahmenbedingungen wie Klima, Talform oder Geologie bestimmt werden. So kann die Gewässersohle sandig oder kiesig sein,  der Verlauf geschwungen, mäandrierend oder verzweigt, die Ufer steil oder flach. Hinzu kommen die Einflüsse durch den Menschen wie z.B. Begradigung, Verrohrung, Aufstau, Uferbefestigung usw.