Gewässerkonferenz 2017 in Ostwestfalen-Lippe

Gewässerkonferenz 2017
Mittwoch, 29. November 2017

Gewässerkonferenz 2017 in Ostwestfalen-Lippe

Am 22. November trafen sich Gewässerexperten und Interessierte aus verschiedenen Bereichen auf der 12. Gewässerkonferenz in Detmold.

 

Wege zu guten Gewässern

Die zwölfte Gewässerkonferenz zum Thema „Lebendige Gewässer in Ostwestfalen-Lippe“ im Detmolder Regierungspräsidium am 22. November lockte mehr als 270 Besucher an. Neben Vertretern von Kommunen, Kreisen und Verbänden nahmen auch interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung teil.

Referiert wurde zu wasserwirtschaftlichen Herausforderungen und Programmen im landwirtschaftlichen Bereich, zu verschiedenen Beratungsangeboten bei der Gewässerumgestaltung, dazu gab es mehrere Beispiele aus der Praxis. Darunter auch einen Rückblick des Ökologen Ulrich Eichelmann, der über das „Altenau-Memorandum“ berichtete. Darüber hinaus wurde das Bodenordnungsverfahren „Großeneder-Börde“ vorgestellt und ein Förderbescheid an den Bürgermeister der Stadt Borgentreich übergeben.

 

Gewässerkonferenz 2017

Gewässerkonferenz 2017

04.12.2017
Mehr als 270 Besucher folgten der Einladung zur Gewässerkonferenz 2017
  • Vortrag 1: Friedrich Rathing, NLWKN

Freiwillige Maßnahmen zum landwirtschaftlichen Gewässerschutz nach EG-WRRL in Niedersachsen

Friedrich Rathing, NLWKN Betriebsstelle Sulingen

In Niedersachsen gibt es seit 2010 eine Gewässerschutzberatung für Landwirte in der WRRL-Zielkulisse. Der Schwerpunkt lag in den ersten Jahren auf dem Grundwasserschutz, mittlerweile wird die Beratung auch in ausgewählten Fließgewässer- und Seeneinzugsgebieten angeboten. In Zusammenarbeit mit Landwirten vor Ort, den Modellbetrieben, wurde ein weitreichendes Erfolgsmonitoring durchgeführt. Die Ergebnisse des ersten WRRL-Bewirtschaftungszeitraumes 2010 bis 2015 wurden jetzt veröffentlicht.

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 1

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 1

Freiwillige Maßnahmen zum landwirtschaftlichen Gewässerschutz nach EG-WRRL in Niedersachsen

04.12.2017
Friedrich Rathing, NLWKN Betriebsstelle Sulingen
Friedrich Rathing

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 1

Freiwillige Maßnahmen zum landwirtschaftlichen Gewässerschutz nach EG-WRRL in Niedersachsen

Friedrich Rathing, NLWKN Betriebsstelle Sulingen
Foto: Rolf Timmermann
  • Vortrag 2: Mirko Schmale, Modellbetrieb Rahden und Matthias Koch, LWK

Gewässerschonende moderne Landwirtschaft am Beispiel eines Modellbetriebes

Mirko Schmale, Modellbetrieb Schmale in Rahden

Matthias Koch, WRRL-Berater Landwirtschaftskammer

In Nordrhein-Westfalen arbeiten 31 Modellbetriebe zusammen mit Beratern der Landwirtschaftskammer an innovativen Techniken und Maßnahmen zum Gewässerschutz. Diese Betriebe wurden im Jahr 2014 im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in den Gebieten eingerichtet, in denen Grundwasserkörper mit Nährstoffen kritisch belastet sind. Die Modellbetriebe sind neben der Oberflächen- und Grundwasserberatung einer der drei Bausteine der Wasserrahmenrichtlinien-Beratung der Landwirtschaftskammer. Sieben Modellbetriebe wirtschaften im Regierungsbezirk Detmold.

Der Vortrag über den Gemischtbetrieb Schmale in Rahden im Kreis Minden-Lübbecke gab Einblicke in die Erfahrungen von gewässerschonenden Anbau- und Produktionsverfahren direkt aus der landwirtschaftlichen Praxis heraus. Auf den Flächen sind Versuche zu Zwischenfrüchten und ihrem Zusammenhang mit der Bodenbiologie und Nährstoffdynamik angelegt. Des Weiteren werden das Strip-Till-Verfahren zur Steigerung der Wirtschaftsdüngereffizienz erprobt und stabilisierte Dünger eingesetzt. Hierdurch wird die Stickstoffverlagerung ins Grundwasser reduziert und eine bedarfsgerechte Versorgung der Pflanzen sichergestellt.

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 2

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 2

Gewässerschonende moderne Landwirtschaft am Beispiel eines Modellbetriebes

04.12.2017
Mirko Schmale, Modellbetrieb Schmale in Rahden und Matthias Koch, WRRL-Berater Landwirtschaftskammer
Abteilungsleiter Lutz Kunz, Matthias Koch und Mirko Schmale (von links)

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 2

Gewässerschonende moderne Landwirtschaft am Beispiel eines Modellbetriebes

Mirko Schmale, Modellbetrieb Schmale in Rahden und Matthias Koch, WRRL-Berater Landwirtschaftskammer
Foto: Rolf Timmermann
  • Vortrag 3: Dr. Susanne Sindern, Maren Stahlhut und Milian Noack

Beratungsangebote zur Umsetzung hydromorphologischer Maßnahmen

Dr. Susanne Sindern, Kommunal Agentur NRW

Maren Stahlhut und Milian Noack, BR Detmold

Der naturnahe Ausbau und die ökologische Unterhaltung von Gewässern sind eine komplexe Aufgabe, besonders für kleine Kommunen und Wasser- und Bodenverbände. Das Land NRW hat deshalb in diesem Jahr neue Projekte eingerichtet, die durch Beratungsangebote auf politischer und fachlicher Ebene die Arbeit bei den Maßnahmenträgern unterstützen sollen:

Die Bezirksregierung Detmold bietet fachliche Unterstützung beim Planungsprozess von Maßnahmen zur naturnahen Gewässerentwicklung an.

Die Kommunal Agentur NRW unterstützt den politischen Dialog und die Organisation der am Prozess Beteiligten.

Die Fachberatung der BR Detmold und die Kommunal Agentur NRW stellten in einem gemeinsamen Vortrag die Beratungsangebote vor und standen in der Pause im Foyer für Fragen und Gespräche bereit.

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 3

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 3

Beratungsangebote zur Umsetzung hydromorphologischer Maßnahmen

04.12.2017
Dr. Susanne Sindern, Kommunal Agentur NRW
Dr. Susanne Sindern

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 3

Beratungsangebote zur Umsetzung hydromorphologischer Maßnahmen

Dr. Susanne Sindern, Kommunal Agentur NRW
Foto: Rolf Timmermann
Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 3

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 3

Beratungsangebote zur Umsetzung hydromorphologischer Maßnahmen

04.12.2017
Maren Stahlhut und Milian Noack, BR Detmold
Maren Stahlhut und Milian Noack

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 3

Beratungsangebote zur Umsetzung hydromorphologischer Maßnahmen

Maren Stahlhut und Milian Noack, BR Detmold
Foto: Rolf Timmermann
  • Angebote in der Pause
Gewässerkonferenz 2017 - Angebote in der Pause I

Gewässerkonferenz 2017 - Angebote in der Pause I

04.12.2017

Gewässerkonferenz 2017 - Angebote in der Pause I

Foto: Rolf Timmermann

Zu Vortrag 3:

Die Mitarbeiter der Projektes „Gewässerberatung“
beantworteten Fragen zu möglichen Beratungsangeboten

 

Zu Vortrag 6:

„Vom Müll-Fischer bis zur Wasser-Ingenieurin“
Der Neigungskurs “Werreprojekt” stellte seine Arbeit vor

 

Ausstellung

„Gewässerentwicklung mit Mehrwert“
Ausstellung zur gleichnamigen Broschüre der Bezirksregierung Detmold

  • Vortrag 5: Ulrich Eichelmann, Ökologe und Naturschützer, Wien

Rückblick auf 16 Jahre Altenau-Memorandum und Ausblick auf 2027

Ulrich Eichelmann, Ökologe und Naturschützer, Wien

Eigentlich ist die Altenau ein ganz normaler Bach in Deutschland mit einem ganz normalen Schicksal. Nach einem Hochwasser 1965 passierte mit ihr das, was Fließgewässern in Deutschland tausendfach widerfahren ist. Sie wurde begradigt, tiefergelegt, und eingestaut. Doch dann geschah etwas Ungewöhnliches: Der Bach wehrte sich indem er starb, und die Bewohner des Altenautales standen auf, um die Lebensader ihres Tales zu retten.

Unter dem Motto „Die Altenau soll leben!“ entstand im Mai 2001 das Altenau-Memorandum, unterzeichnet von den wesentlichen Akteuren der Region. Das ist nun 16 Jahre her. Was seit dem geschehen ist, wie das zu bewerten ist und wie es bis 2027 an der Altenau weitergehen soll, das berichtete Ulrich Eichelmann in seinem Vortrag.

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 5

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 5

Rückblick auf 16 Jahre Altenau-Memorandum und Ausblick auf 2027

04.12.2017
Ulrich Eichelmann, Ökologe und Naturschützer, Wien
Ulrich Eichelmann

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 5

Rückblick auf 16 Jahre Altenau-Memorandum und Ausblick auf 2027

Ulrich Eichelmann, Ökologe und Naturschützer, Wien
Foto: Rolf Timmermann
  • Vortrag 6: Schulprojekt des Leopoldinum Gymnasiums, Detmold

Schulprojekt Werrerenaturierung „Trittstein Kuhkamp“

Alexandra Wiemann mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7 des Gymnasium Leopoldinum in Detmold

Andreas Hoffmann, Stadt Detmold

Lennert Iseringhausen, Studierender der Hochschule OWL

„Der Werre geht es nicht richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gut!“ Das ist die Erkenntnis aus der Bestandsuntersuchung, die im Rahmen eines Schulprojektes durchgeführt wurde. Die an diesem Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler stellten ihre Ergebnisse vor. Sie zeigten ihre Ideen und Lösungen zur Verbesserung der Werre am geplanten Trittstein „Kuhkamp“ in Detmold auf.

Welche Mehrwerte sich für den Schulalltag ergeben und wie seitens der Kommune diese intensive Art der Öffentlichkeitsbeteiligung auch personell gestemmt werden konnte, berichteten Alexandra Wiemann vom Gymnasium Leopoldinum und Andreas Hoffmann von der Stadt Detmold.

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 6

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 6

Schulprojekt Werrerenaturierung „Trittstein Kuhkamp“

04.12.2017
Andreas Hoffmann, Alexandra Wiemann und Lennert Iseringhausen mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7 des Gymnasium Leopoldinum in Detmold
A. Hoffmann, A. Wiemann und L. Iseringhausen (v.l.) mit Schülerinnen und Schülern

Gewässerkonferenz 2017 - Vortrag 6

Schulprojekt Werrerenaturierung „Trittstein Kuhkamp“

Andreas Hoffmann, Alexandra Wiemann und Lennert Iseringhausen mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 7 des Gymnasium Leopoldinum in Detmold
Foto: Rolf Timmermann
  • Kleine Bildershow der Veranstaltung