Gewässerkonferenz der Bezirksregierung Arnsberg am 09. Februar 2017 in der Rohrmeisterei Schwerte

Gewässerkonferenz der Bezirksregierung Arnsberg am 09. Februar 2017 in der Rohrmeisterei Schwerte

Die Verbesserung der Wasserqualität im Regierungsbezirk Arnsberg ist auf dem richtigen Weg – und dennoch ist erst rund ein Viertel der Gewässer in einem guten Zustand. Auf der Gewässerkonferenz am 09.02.2017 in Schwerte wurden Ursachen für die noch nicht zufriedenstellende Entwicklung diskutiert.

Podiumsdiskussion auf der Gewässerkonferenz in Schwerte

Podiumsdiskussion auf der Gewässerkonferenz in Schwerte

09.02.2017
Ruhr-EZG, Gewässerkonferenz

Podiumsdiskussion auf der Gewässerkonferenz in Schwerte. Quelle: Jörg Drewenskus

Die Verbesserung der Wasserqualität im Regierungsbezirk Arnsberg ist auf dem richtigen Weg – und dennoch ist erst rund ein Viertel der Gewässer im Bezirk in einem guten Zustand. Wie sich auf der Wasserkonferenz der Bezirksregierung Arnsberg zeigte, sind die Ursachen für die noch nicht zufriedenstellende Entwicklung vielfältig.

Pestizide, Herbizide und Nitrat – kaum ein anderes Thema dominiert derzeit die öffentliche Wahrnehmung wie der Einfluss der Landwirtschaft auf die Qualität von Grundwasser und Gewässern. Neben eigenen Maßnahmen, wie der Reduzierung des Aufbringens von Dünge, helfen aber auch Maßnahmen wie die Anlage von Gewässerschutzstreifen, um die Einbringung von Schadstoffen und Pestiziden zu verhindern. Dieser wichtige Schritt ist jedoch nur ein Teilaspekt auf dem Weg zu einer Verbesserung der Gewässersituation, wie auch Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) verdeutlichen. Die Nitratbelastung der heimischen Gewässer ist an manchen Stellen sehr hoch, doch regional können auch ganz andere Faktoren das Wasser belasten.

In der Mittelgebirgsregion von Sauer- und Siegerland findet sich vor allem Zink in den Gewässern, ein Material, das mit der Industrie in die Flüsse geschwemmt wird. Und auch ein weiterer Stoff, der eine Gefahr für Flora und Fauna darstellt, stammt aus der Industrie: Mikroplastik.

Wie mit solchen Stoffen umzugehen ist, wird eine der zentralen Aufgabe der Gewässerschützer in den kommenden Jahren.
Denn Gewässerschutz – und das zeigte der Meinungsaustausch auf der Konferenz der Bezirksregierung Arnsberg sehr deutlich – ist weit mehr als lokales Thema. Renaturierte Gewässersysteme und eine hohe Wasserqualität sind ein kostbares Gut mit letztlich globaler Auswirkung. Oder wie es Minister Remmel ausdrückte: „Gewässerpolitik ist wichtig für das gesellschaftliche und soziale Miteinander.“