Glossar

Oberflächenabfluss
Der Oberflächenabfluss ist der Anteil des Niederschlagswassers, der über die Fläche abfließt. Mit dem Oberflächenabfluss werden die bereits im Niederschlag gelösten Stoffe und durch Abschwemmung gelöste Stoffe von unbefestigten Flächen in die Oberflächengewässer eingetragen. Zusätzlich kann Oberflächenabfluss zur Erosion von Partikeln und den daran gebundenen Stoffen führen Im Modell MONERIS wird zwischen den Eintragspfaden Erosion (partikulär gebundene Stoffeinträge) und Oberflächenabfluss (gelöste Stoffeinträge) unterschieden.
Oberflächengewässer
Binnengewässer mit Ausnahme des Grundwassers sowie die Übergangsgewässer und Küstengewässer
Oberflächenwasserkörper (OFWK)
Einheitlicher und bedeutender Teil bzw. Abschnitt eines Oberflächengewässers oder Küstengewässers (z. B. ein See, ein Strom, Fluss oder Kanal, ein Teil eines Stroms, Flusses oder Kanals), aufgeteilt in 4 Kategorien: Fließgewässer, Seen, Übergangsgewässer, Küstengewässer.
Öffentlichkeitsbeteiligung
Die EG-WRRL fordert explizit die Beteiligung der Öffentlichkeit, d. h. das Einräumen der Möglichkeit für die Bevölkerung, auf die Ergebnisse von Planungen und Arbeitsprozessen Einfluss zu nehmen. Dabei gibt es unterschiedliche Ebenen der Einflussnahme mit unterschiedlichem Maß an Einbeziehung.
ökologischer Zustand
Qualitätszustand von Fließgewässern und Seen; beschrieben anhand verschiedener Qualitätskomponenten (biologische, strukturelle und chemische). Unterteilung in fünf Klassen: "sehr gut", "gut", "mäßig", "unbefriedigend" und "schlecht"
ökologisches Potenzial
Das gute ökologische Potenzial bezeichnet den ökologischen Zustand eines erheblich veränderten oder künstlichen Wasserkörpers, der erreichbar ist, wenn alle Maßnahmen durchgeführt wurden, die möglich sind, ohne die aufrecht zu erhaltenden Nutzungen erheblich zu beeinträchtigen. Das ökologische Potenzial wird in die Klassen höchstes, gutes, mäßiges, unbefriedigendes oder schlechtes Potenzial eingestuft.
operative Überwachung
In der operativen Überwachung werden primär Gewässer untersucht, die wegen verschiedener Beeinträchtigungen den guten Zustand verfehlen werden. Ziel der Überwachung ist es Quellen und Ursachen von Belastungen aufzuspüren und die Wirkung von Maßnahmen zu dokumentieren. Die Untersuchung wird so lange fortgesetzt, bis auch an diesen Gewässern ein guter Zustand erreicht ist.
Orientierungswert (OW)
Schwellenwerte für den Übergang vom "guten“ zum "mäßigen“ Zustand/Potenzial gemäß EG-WRRL. sind Orientierungswerte Richtwerte, die im Falle ihrer Überschreitung bei unklaren oder fehlenden biologischen Befunden Auskunft darüber geben, dass es wahrscheinlich ist, dass ein chemisch-physikalischer Parameter eine Verfehlung des Zielzustandes bewirkt. In diesem Fall ist eine Überprüfung der entsprechenden biologischen Qualitätskomponenten erforderlich. Zeigen die Ergebnisse des biologischen Monitorings trotz der festgestellten Überschreitung eines Orientierungswertes die Erreichung des Zielzustandes an, so bleibt die Überschreitung des ACP-Parameters, die allgemeinen physikalisch-chemischen Parameter, ohne Konsequenzen für die Bewertung des Wasserkörpers.