Glossar

PERLODES
Nationales Bewertungsverfahren gemäß EG-WRRL für die Qualitätskomponente Makrozoobenthos.
PHYLIB
Nationales Bewertungsverfahren gemäß EG-WRRL für die Qualitätskomponenten Makrophyten und Phytobenthos.
Phytobenthos
Als Phytobenthos werden die auf dem Gewässerboden lebenden niederen Pflanzen bezeichnet, die mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbar sind und oft nur mikroskopisch erfasst werden können. Überwiegend besteht es aus Algen, aber auch aus anderen Pflanzen.
Phytoplankton
Im Freiwasser lebende, mit der Wasserbewegung treibende bzw. schwebende pflanzliche Organismen.
Planungseinheit
Die Teileinzugsgebiete wurden für die Maßnahmenplanung unter Beteiligung der Öffentlichkeit an den Runden Tischen in kleinere, regionale und somit besser handhabbare Planungseinheiten unterteilt.
Planungseinheiten-Steckbriefe
Die Ergebnisse der zweiten Bestandsaufnahme sind für jede Planungseinheit detailliert in den Planungseinheiten-Steckbriefen dargestellt. Diese waren die Grundlage für die Maßnahmenplanung an den Runden Tischen und sind Bestandteil des Bewirtschaftungsplans.
potamodrom
Wanderungen von Fischen, die sich unabhängig von der Länge der Wanderwege auf das Süßwasser beschränken. Fischarten sind z. B. Äsche, Bachforelle, Bachneunauge, Barbe
Potamon-Typie-Index-Verfahren (PTI-Verfahren)
Biologisches Bewertungsverfahren zur ökologischen Bewertung von Bundeswasserstraßen .
Priorisierung
Abfolge von im Rahmen der Bewirtschaftungsplanung unter den Aspekten Effizienz, technische Machbarkeit, Zumutbarkeit und Finanzierbarkeit beschlossener Maßnahmen zur Erreichung der Ziele der EG-WRRL.
prioritäre Stoffe
Schadstoffe, die nach EG-WRRL für die Bestimmung des guten chemischen Zustandes der Oberflächengewässer relevant sind. Ihr Eintrag ist schrittweise zu reduzieren, damit der gute chemische Zustand erreicht wird. Der Eintrag von Stoffen, die als prioritäre gefährliche Stoffe eingestuft sind, ist bis 2020 gänzlich einzustellen. Nähere Regelungen sind in der Richtlinie über "Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik" enthalten.
Programmmaßnahmen
Regelungen oder ein Bündel von Handlungen, welche zum Ziel haben, ein Qualitätsdefizit im Gewässer auf absehbare Zeit zu beheben. Die Maßnahmen sind in der Regel zielorientiert und auf Verursacherbereiche bzw. typische Belastungsfallgruppen bezogen beschrieben, d. h. es gibt zum Beispiel die Maßnahmen „Reduzierung der Stickstofffracht aus kommunalen Kläranlagen" und „Reduzierung der Stickstofffracht aus landwirtschaftlicher Nutzung". Zielrichtung der Maßnahme ist somit nicht die einzelne Kläranlage oder das einzelne Wehr. Vielmehr soll mit dieser Definition der großmaßstäbliche Ansatz der Maßnahmenplanung verdeutlicht werden, welcher ebenfalls auf Ebene der Berichterstattung an die EU-Kommission vorgesehen ist. Den Programmmaßnahmen sind sogenannte Vollzugsmaßnahmen hinterlegt, welche eine Konkretisierung erlauben.
Pufferstreifen
Maßnahme aus dem „Greening“ (siehe Greening): 1 bis 20 m breiter Streifen entlang des Ufers, der aus der ackerbaulichen Nutzung genommen wird und für den weitere Auflagen bzgl. Düngung und Pflege bestehen.
punktueller Eintrag
Stoffeintrag an einer genau lokalisierbaren Stelle, z. B. am Ablauf einer Kläranlage (Punktquelle)
Pyritoxidation
Der in den Braunkohlennebengesteinen enthaltene Pyrit (Eisendisulfid) wird beim Abbau dem Luftsauerstoff ausgesetzt und oxidiert. Dabei können ohne Gegenmaßnahmen erhebliche Mengen an Säure, Eisen und Sulfat freigesetzt werden.