Glossar

Rahmenbedingung
Alle Faktoren, die den Zustand der Gewässer direkt oder indirekt beeinflussen oder verändern können. Hierzu zählen Maßnahmen, Belastungen, Nutzungsansprüche, Restriktionen und Potenziale, die jeweils positive oder negative Wirkungen auf den Zustand des Oberflächengewässers oder des Grundwassers haben können.
Redoxverhältnisse
Chemische Randbedingungen, aufgrund derer Stoffe eher chemisch oxidiert oder reduziert werden.
Referenzzustand
Unter Referenzzustand ist der von menschlicher Störung unbeeinträchtigte Gewässerzustand (Leitbild, heutiger potenziell natürlicher Gewässerzustand) zu verstehen. Die Klassengrenzen des guten ökologischen Zustandes werden als relative Abweichung von dieser Referenz angegeben. Referenzbedingungen beschreiben Kriterien zur Bestimmung des Referenzzustands.
regionale Kooperation
Die Planungseinheiten sind in regionale Kooperationen unterteilt. Sie bestehen aus Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Wasser- und Landschaftsbehörden, der Gewässeranlieger und der betroffenen Interessen-gruppen. Die regionalen Kooperationen erstellten in einem partizipatorischen Prozess die Umsetzungsfahrpläne für Maßnahmen zur Strukturverbesserung.
Renaturierung
Rückführung eines durch menschliche Einwirkung naturfernen Gewässers oder Teil eines Gewässers in einen naturnahen Zustand. Vor allem durch Wiederherstellung bzw. wesentlicher Verbesserung der Gewässerstruktur oder Umgestaltung eines früher technisch ausgebauten Gewässers.
Reporting-Sheets

Formulare für die Berichterstattung an die Europäische Kommission zur Umsetzung der WRRL über das elektronische Informationssystem WISE („Water Information System for Europe").

Restriktion
Restriktionen leiten sich aus den Rahmenbedingungen ab und wirken einschränkend auf die Maßnahmenmöglichkeiten bezüglich einer Verbesserung des Gewässerzustandes.
rheophil
Strömungsliebende Art, die bevorzugt in schnell fließenden Gewässern vorkommt.
ROG
Raumordnungsgesetz
RP
Rheinland-Pfalz
Runde Tische
Veranstaltungen im Rahmen der Aufstellung von Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm für das Land NRW. Auf Ebene der Planungseinheiten diskutieren lokale Akteure und Fachleute gemeinsam den Zustand der Gewässer und legen Maßnahmen für das Maßnahmenprogramm fest.