LAWA-Programmmaßnahme 031

LAWA-Programmmaßnahme 031

Maßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge durch Drainagen

Programmmaßnahme - 031

Maßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge durch Drainagen

Maßnahmen zur Reduzierung von Stoffeinträgen aus Dränagen u.a. Änderung der Bewirtschaftung drainierter Flächen bzw. techn. Maßnahmen am Drainagesystem (Controlled Drainage, spezielle Rohrmaterialien, Drainteiche, technische Filteranlagen usw.)

Belastungstyp nach WRRL, Anhang II
EU-Art nach HWRM-RL
Diffuse Quellen: Landwirtschaft
Zuordnung Richtlinie WRRL/OW
Wechselwirkung WRRL-HWRMRL M1
EU-Schlüsselmaßnahme 2
Bisherige Bezeichnung (NRW) DQ_OW_U33_Landwirtschaft
Bereich OW/GW OW
Art der Erfassung/Zählweise Maßnahmenfläche [ha]
Signifikante Belastung
(nach WRRL, Anhang II)
Diffuse Quellen
Belastung/Ursache Landwirtschaft
Vollzugsmaßnahme

* Änderungen der Bewirtschaftung (ggf. als Maßnahme 030) zu erfassen.

  • technische Änderungen am Drainagesystem (s.o.)
Wirkung in Abhängigkeit vom erreichbaren Minderungsgrad unmittelbare positive Wirkung auf das Gewässer.
Nebenwirkungen  
Rechtliche Grundlagen

* OgewV

  • DüngeVO, gute landwirtschaftliche Praxis
  • §§ 32, 48 WHG
Potenzieller Maßnahmenträger landwirtschaftliche Betriebe
Kriterien für signifikante Nutzungseinschränkungen -
Hinweise zur Kostenermittlung

* Maßnahmen auf der Fläche (siehe auch Maßnahme 030)

  • Einzelfallbetrachtung bei technischen Maßnahmen
Dokumentationsbedarf seitens der Geschäftsstellen Der Kausalanalyse kommt die wesentliche Bedeutung zu. Von Seiten der Geschäftstelle sollten die großräumigen Bereiche identifiziert werden, in denen dieser Maßnahmentyp prinzipiell zum Einsatz kommen soll. Weitere Konkretisierung erfolgt innerhalb des landwirtschaftlichen Beratungskonzepts. Soweit neben der Belastung des Oberflächengewässers eine Belastung des Grundwasserkörpers besteht, ist auf die dortige Maßnahme zu verweisen.
Bemerkung Handlungsbedarf für diese Maßnahme ergibt sich, wenn der ökologische Zustand/das ökologische Potenzial nicht erreicht sind und im Wasserkörper Nährstoffgehalte (P, N) nachweisbar sind, die als relevant für die Zielverfehlung eingestuft werden (Expertenurteil). Maßnahmen zur gänzlichen Vermeidung des Nährstoffaustrages aus Dränagen werden als "nicht-umsetzbar" eingestuft, da der Erhalt der Drainagen zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Nutzung erforderlich ist.
Hinweise zum Umsetzungsstatus Siehe: Umsetzungsstand von Programmmaßnahmen
Die Maßnahme ist abgeschlossen, wenn der gute ökologische Zustand/das gute ökologische Potenzial erreicht sind oder das Expertenurteil keine signifikante Belastung aus diesen Verursachungsbereich aufzeigt. Die dauerhafte Erhaltung eingeleiteter Maßnahmen muss sichergestellt sein.


Zurück zur Übersicht der Programmmaßnahmen