LAWA-Programmmaßnahme 041

LAWA-Programmmaßnahme 041

Maßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge in das Grundwasser durch Auswaschung aus der Landwirtschaft

Programmmaßnahme - 041

Maßnahmen zur Reduzierung der Nährstoffeinträge in das Grundwasser durch Auswaschung aus der Landwirtschaft

Maßnahmen zur Verminderung der GW-Belastung mit Nährstoffen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, die über die gute fachliche Praxis hinausgehen, z.B. durch Zwischenfruchtanbau und Untersaatenanbau (inkl. Verringerung bzw. Änderung des Einsatzes von Düngemitteln, Umstellung auf ökologischen Landbau) Soweit eine Maßnahme neben GW auch auf OW wirkt, kann diese auch bei Maßnahme 30 eingetragen werden.

Belastungstyp nach WRRL, Anhang II
EU-Art nach HWRM-RL
Diffuse Quellen: Landwirtschaft
Zuordnung Richtlinie WRRL/GW
Wechselwirkung WRRL-HWRMRL M3
EU-Schlüsselmaßnahme 2
Bisherige Bezeichnung (NRW) DQ_GW_U23_Landwirtschaft
Bereich OW/GW GW
Art der Erfassung/Zählweise Maßnahmenfläche [ha]
Signifikante Belastung
(nach WRRL, Anhang II)
Diffuse Quellen
Belastung/Ursache Landwirtschaft
Vollzugsmaßnahme

Einzelmaßnahmen zur Minderung von diffusen N- und P-Einträgen aus landwirtschaftlichen Flächen in das Grundwasser:

  1. ökologischer Landbau
  2. Gewässerschonstreifen
  3. Zwischenfruchtanbau, Untersaaten
  4. Konservierende Bodenbearbeitung
  5. N-Überhangbewertung
  6. Frühjahrs N-min zur Vedarfsermittlung
  7. Technische Lösung zur Erhöhung der Wirksamkeit
  8. Technische Lösung zur Verbesserung der Verteilgenauigkeit
  9. Wirtschaftsdüngeranalysen
  10. Nutzung von Infodiensten, Entscheidungshilfen zielgerichteter Beratung

Einzelmaßnahmen "in der Fläche" werden von der Landwirtschaftskammer im Rahmen der Beratung zahlenmäßig erfasst. Maßnahmen in Modellbetrieben werden von der Landwirtschaftskammer erfasst (sofern diese nicht den konzeptionellen Beratungsmaßnahmen -Nr. 504 - zuzuordnen sind)

Wirkung keine generelle Aussage möglich: Wirkung von gering bis sehr groß.
Nebenwirkungen  
Rechtliche Grundlagen
  • DüngeVO
  • gute landwirtschaftliche Praxis
  • §§ 32, 48 WHG
Potenzieller Maßnahmenträger landwirtschaftliche Betriebe, Landwirtschaftskammer als Träger des Beratungsprojekts
Kriterien für signifikante Nutzungseinschränkungen -
Hinweise zur Kostenermittlung Kosten sind abhängig von Bewirtschaftungsform. Zusätzlich zu erfassen, wenn über die rechtlichen Vorgaben hinaus weitergehende Maßnahmen mit wirtschaftlichen Folgen notwendig erscheinen. Die grundsätzlichen Beratungskosten werden auf Landesebene ermittelt.
Dokumentationsbedarf seitens der Geschäftsstellen Der Kausalanalyse kommt hier die wesentliche Bedeutung zu. Von Seiten der Geschäftstelle sollten die großräumigen Bereiche identifiziert werden, in denen dieser Maßnahmentyp prinzipiell zum Einsatz kommen soll. Die passenden Einzelmaßnahmen werden von der LWK vorgeschlagen und nach Zustimmung der Bewirtschaftungsbehörde im Rahmen der Runden Tische diskutiert.
Bemerkung -
Hinweise zum Umsetzungsstatus Siehe: Umsetzungsstand von Programmmaßnahmen
Die Maßnahme ist abgeschlossen, wenn

der gute ökologische Zustand/das gute ökologische Potenzial erreicht ist oder die Bewertung der Monitoringergebnisse ergibt, dass die hier genannten Belastungen nicht ursächlich für die Zielverfehlung sind.

Die Erhaltung der eingeleiteten Maßnahmen ist dauerhaft sicherzustellen, die Maßnahme muss vorläufig als Daueraufgabe betrachtet werden.


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