LAWA-Programmmaßnahme 042

LAWA-Programmmaßnahme 042

Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge von Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft

Programmmaßnahme - 042

Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge von Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft in das Grundwasser

Maßnahmen zur Verminderung der GW-Belastung mit Pflanzenschutzmitteln aus landwirtschaftlich genutzten Flächen

Belastungstyp nach WRRL, Anhang II
EU-Art nach HWRM-RL
Diffuse Quellen: Landwirtschaft
Zuordnung Richtlinie WRRL/GW
Wechselwirkung WRRL-HWRMRL M3
EU-Schlüsselmaßnahme  
Bereich OW/GW GW
Art der Erfassung/Zählweise Maßnahmenfläche [ha]
Signifikante Belastung
(nach WRRL, Anhang II)
Diffuse Quellen
Belastung/Ursache Landwirtschaft
Vollzugsmaßnahme

Einzelmaßnahmen zur Minimierung von diffusen Pflanzenschutzmitteleinträgen in das Grundwasser:

  1. Ökologischer Landbau
  2. Gewässerschonstreifen
  3. Eintragsmindernde Gerätetechnik
  4. Entsorgung leerer Behälter und Restmengen
  5. Nutzung von Infodiensten, Entscheidungshilfen zielgerichteter Beratung

Nachrangig:

  1. Zwischenfruchtanbau, Untersaaten
  2. Konservierende Bodenbearbeitung

Einzelmaßnahmen "in der Fläche" werden von der Landwirtschaftskammer im Rahmen der Beratung zahlenmäßig erfasst Maßnahmen in Modellbetrieben werden von der Landwirtschaftskammer erfasst (sofern diese nicht den konzeptionellen Beratungsmaßnahmen -Nr. 504 - zuzuordnen sind)

Wirkung keine generelle Aussage möglich: Wirkung von gering bis sehr groß.
Nebenwirkungen  
Rechtliche Grundlagen PflSchG, PflanzenschutzanwendungsVO, gute landwirtschaftliche Praxis; §§ 32, 48 WHG
Potenzieller Maßnahmenträger landwirtschaftliche Betriebe, Landwirtschaftskammer als Träges des Beratungsprojekts
Kriterien für signifikante Nutzungseinschränkungen -
Hinweise zur Kostenermittlung Kosten sind abhängig von Bewirtschaftungsform. Zusätzlich zu erfassen, wenn über die rechtlichen Vorgaben hinaus weitergehende Maßnahmen mit wirtschaftlichen Folgen notwendig erscheinen. Die grundsätzlichen Beratungskosten werden auf Landesebene ermittelt.
Dokumentationsbedarf seitens der Geschäftsstellen Der Kausalanalyse kommt hier die wesentliche Bedeutung zu. Von Seiten der Geschäftstelle sollten die großräumigen Bereiche identifiziert werden, in denen dieser Maßnahmentyp prinzipiell zum Einsatz kommen soll. Die passenden Einzelmaßnahmen werden von der LWK vorgeschlagen und nach Zustimmung der Bewirtschaftungsbehörde im Rahmen der Runden Tische diskutiert.
Bemerkung Neben der konzeptionellen landwirtschaftlichen Beratung ist grundsätzlich mindestens eine Umsetzungsmaßnahme auszuwählen
Hinweise zum Umsetzungsstatus Siehe: Umsetzungsstand von Programmmaßnahmen
Die Maßnahme ist abgeschlossen, wenn

der gute ökologische Zustand/das gute ökologische Potenzial erreicht ist oder die Bewertung der Monitoringergebnisse ergibt, dass die hier genannten Belastungen nicht ursächlich für die Zielverfehlung sind.

Die Erhaltung der eingeleiteten Maßnahmen ist dauerhaft sicherzustellen, die Maßnahme muss vorläufig als Daueraufgabe betrachtet werden.


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