LAWA-Programmmaßnahme 102

LAWA-Programmmaßnahme 102

Maßnahmen zur Reduzierung versauerungsbedingter Stoffbelastungen (ohne Nährstoffe) des Grundwassers infolge Landwirtschaft

Programmmaßnahme - 102

Maßnahmen zur Reduzierung versauerungsbedingter Stoffbelastungen (ohne Nährstoffe) des Grundwassers infolge Landwirtschaft

Maßnahmen zur Verringerung der Versauerung des GW mit nachfolgender Freisetzung von Metallen und Metalloiden infolge Landwirtschaft, z. B. Kalkung oder Reduzierung der Düngeintensität.

Belastungstyp nach WRRL, Anhang II
EU-Art nach HWRM-RL
Diffuse Quellen: Landwirtschaft
Zuordnung Richtlinie WRRL/GW
Wechselwirkung WRRL-HWRMRL M3
EU-Schlüsselmaßnahme  
Bisherige Bezeichnung (NRW) Neue Maßnahme
Bereich OW/GW GW
Art der Erfassung/Zählweise Einzelmaßnahme (Anzahl)
Signifikante Belastung
(nach WRRL, Anhang II)
Diffuse Quellen
Belastung/Ursache Landwirtschaft
Vollzugsmaßnahme

Zugeordnete Vollzugsmaßnahmen:

  • Kalkung
  • Reduzierung der Düngung
Wirkung  
Nebenwirkungen  
Rechtliche Grundlagen -
Potenzieller Maßnahmenträger Landwirtschaft
Kriterien für signifikante Nutzungseinschränkungen -
Hinweise zur Kostenermittlung -
Dokumentationsbedarf seitens der Geschäftsstellen -
Bemerkung Weitergehende Informationen zur Begründung:
Die pH-Wertverschiebung geht auf die landwirtschaftliche Düngung (Wirtschaftsdünger, mineralische Ammoniumdüngung) zurück und resultiert aus der Nitrifikation des Ammoniums. Bei dieser werden bei der Oxidation von 1 Mol Ammonium 2 Mol Protonen freigesetzt. Die entstehende Säure wird durch die Lösung des im Boden vorhandenen CaCO3 gepuffert. Wenn die Pufferkapazität der Böden in den landwirtschaftlich intensiv genutzten Böden durch verstärkte Nitrifikation aufgebraucht ist und Kalkungsmaßnahmen unzureichend sind, stellen sich niedrige pH-Werte ein, bei denen die Löslichkeit vieler Metalle und Metalloide ansteigt.
Hinweise zum Umsetzungsstatus Siehe: Umsetzungsstand von Programmmaßnahmen
Die Maßnahme ist abgeschlossen, wenn -


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