Risikobewertung 2024
Die Bezirksregierungen haben 2023/2024 die Gewässer in NRW anhand einheitlicher Kriterien erneut überprüft. Dabei wurden Erkenntnisse aus jüngsten Hochwasserereignissen, Veränderungen an den Gewässerverläufen und andere Grundlagen sowie Hinweise von Akteurinnen und Akteuren vor Ort berücksichtigt.
Die aus der Überprüfung und Aktualisierung in NRW entstandenen Risikogewässer umfassen
- 456 Risikogewässer mit insgesamt
- 6.029 km Gewässerlänge
Für diese Risikogewässer werden nun die Karten erstellt und die Maßnahmenplanung aktualisiert.
Im 3. Zyklus sind damit 16 Gewässer mehr und eine um 135 km größere Gewässerlänge als im 2. Zyklus als Gewässer mit potenziellem signifikantem Hochwasserrisiko festgelegt.
Die Karte rechts zeigt die Risikogewässer und die Gebiete mit potenziellem signifikantem Hochwasserrisiko (APSFR - areas of potential significant flood risk) in NRW. Die APSFR entsprechen im Wesentlichen den Teileinzugsgebieten der Gewässer.
Dokumentation der Risikobewertung 2024
Die Dokumentation zur „Überprüfung und Aktualisierung der Risikobewertung im 3. Zyklus der EG-HWRM-RL sowie Aktualisierung der Risikogewässer“ von Dezember 2024 enthält einen Textteil mit einer Beschreibung der Signifikanzkriterien und der Vorgehensweise sowie vier Anhänge mit Detailinformationen (u. a. eine Liste der Risikogewässer).
Die Bezirksregierungen erstellen detaillierte Übersichtskarten, die zeigen, wie sich die Risikogewässerkulisse vom 2. zum 3. Zyklus der EG-HWRM-RL verändert haben. Diese sind ab dem 13.12.2024 verfügbar.
![Karte Nordrheinwestfalen mit Gewässernetz](/sites/default/files/2024-11/anhang2_karte_risikogewaesser_neu.png)
Berichte und Karten zur Risikobewertung in NRW 2024
Risikobewertung in den Flussgebietsgemeinschaften und (inter-)nationalen Flussgebietseinheiten von Rhein, Ems, Weser und Maas
Im Dezember 2024 hat die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) den Bericht zur „Aktualisierung der Bestimmung der potenziell signifikanten Hochwasserrisikogebiete in der internationalen Flussgebietseinheit Rhein“ für den dritten Zyklus der HWRM-RL veröffentlicht (s. u.). In der internationalen Flussgebietseinheit Rhein sind folgende Mitgliedstaaten vertreten (von der Mündung bis zur Quelle): Niederlande, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz. Der Bericht enthält neben einer Übersichtskarte über die Bestimmung der Risikogebiete eine Auflistung vergangener Hochwasserereignisse sowie zahlreiche weiterführende Links.
Für die FGG Weser steht die Broschüre "Überprüfung der vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos und der Risikogebiete 2024" zum Download zur Verfügung. Sie beinhaltet neben der Betrachtung des Hochwasserrisikos an den oberirdischen Gewässern auch das Hochwasserrisiko durch Meerwasser und Küstenhochwasser.
Weitere Berichte der Flussgebietsgemeinschaften und Flussgebietseinheiten werden ebenfalls an dieser Stelle veröffentlicht, sobald sie zur Verfügung stehen.
Kriterien für ein signifikantes Hochwasserrisiko ab dem 3. Zyklus
Für die Risikobewertung 2024 wurden die bundesweit vereinbarten Kriterien der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser zugrundegelegt:
Ein signifikantes Risiko liegt vor, wenn aufgrund möglicher Hochwasserschäden ein öffentliches Interesse an Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit anzunehmen ist. Als Signifikanzkriterien dienen die Risiken für die vier Schutzgüter. Während für die menschliche Gesundheit keine Zahlen zur Risikobewertung herangezogen werden können, wurde für andere Schutzgüter eine bestimmte potenzielle Schadenshöhe als Richtwert festgelegt. Gebiete mit Kulturgütern, die als Weltkulturerbe eingestuft sind und durch Hochwasser beeinträchtigt werden können, werden unabhängig vom möglichen finanziellen Schaden ebenfalls in die Liste aufgenommen. Im Umweltbereich wird geprüft, ob Industrieanlagen, Trinkwasservorkommen, Natura2000-Gebiete oder Badegewässer durch Hochwasser beeinträchtigt werden können.
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