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Forthbach bei Oelde

Ein kleines Gewässer schlängelt sich leicht durch eine Wiesenlandschaft. Der Bachlauf wurde frisch entfesselt, der Uferbereich ist noch nicht begrünt, sondern noch erdig. An einer Stelle wurde im Gewässer ein Baumstamm mit Holzpflöcken fixiert. Im Hintergrund sind Waldbereiche sowie 2 Gebäude zu sehen.

Forthbach bei Oelde

Der bisher begradigte Forthbach wurde auf kreiseigenen Flächen in Höhe des NSG Märzenbecherwald ökologisch aufgewertet. Ein weiterer Baustein zur Zielerreichung der EG-WRRL. 

Gewässername

Forthbach

Bezirksregierung Münster

Oelde, Kreis Warendorf

Leitbild

Kiesgeprägte Tieflandbäche (LAWA-Typ 16)

PE_EMS_1400

DE_NRW_31164_11526

Maßnahmenträger

WuB Oelde

Ende der Bauzeit

2021

Länge (Stationierung) der Maßnahme

ca. 480 m (Stat. km 14+480 – 14+965)

Flächenbeanspruchung der Maßnahme

ca. 1,3 ha

In Höhe des Naturschutzgebiets Märzenbecherwald bei Oelde fließt der Forthbach, der in der Vergangenheit zugunsten von Nutzungs-und Eigentumsgrenzen ausgebaut und begradigt wurde. Die Gewässerstrukturen sind überwiegend sehr stark verändert, naturnahe Strukturen gibt es nur in Ansätzen. 

Auf einer Länge von insgesamt ca. 480 m wurde der Forthbach nun ökologisch aufgewertet und somit ein weiterer Baustein zur Erreichung der Ziele der EG-WRRL umgesetzt. Der dafür benötigte Entwicklungsraum konnte über Flächen im Eigentum des Kreises Warendorf zur Verfügung gestellt werden. 

Das Foto zeigt in der Bildmitte ein kleines, sich leicht durch eine Agrarlandschaft schlängelndes Gewässer. Der Bachlauf wurde frisch entfesselt, der Uferbereich ist noch nicht begrünt, sondern noch erdig. Oberhalb des Gewässers liegen 2 Gehöfte entlang einer Straße und ein Teich. Am oberen Bildrand sind ein mit kurzem Grün bewachsenes und ein unbewachsenes Feld zu sehen. Im Vordergrund befindet sich ebenfalls ein grünes Feld, mit 2 Wasserflächen und 2 noch unbewachsenen erdigen Bereichen.

Der Forthbach wurde innerhalb einer neu angelegten Sekundäraue mit einem neuen Verlauf und einer fließgewässertypischen Ufergestaltung vorgestaltet. Natürliche Strukturelemente wie Wurzelstubben und Holzstämme unterstützen das Gewässer bei der eigendynamischen Entwicklung wertvoller Strukturen und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch die Vernetzung des Forthbaches mit seiner Aue wird gefördert. 

Im angrenzenden Naturschutzgebiet Märzenbecherwald befinden sich feuchte Grünlandbereiche mit Kalkflachmooren und Quellaustritten. Diese Strukturen bilden einen Anknüpfungspunkt zur ökologischen Verbesserung des Forthbaches. Auch im Rahmen der Gewässerentwicklungsmaßnahme wurden naturnahe Strukturen im Umfeld angelegt und so Synergien mit dem Naturschutz erzielt. 

Für den Hochwasserschutz wird über den zusätzlichen Retentionsraum, den die Sekundäraue bei Hochwasserereignissen bietet, ebenfalls eine Verbesserung erreicht. 

Für die Maßnahme wurden ca. 3.000 m³ Boden bewegt und 45 Totholzelemente eingebracht.