Die Neue Vechte in Metelen
Mit der Neuen Vechte in Metelen konnte die Durchgängigkeit für die Gewässerfauna an einem denkmalgeschützten Wehr wiederhergestellt werden. Nicht nur Tiere und Pflanzen profitieren seitdem vom Umbau des Gewässers, auch für die Bevölkerung wurde die Vechte neu erlebbar.
Gewässername Vechte | Bezirksregierung Münster Metelen, Kreis Steinfurt |
Leitbild Sandgeprägte Tieflandbäche (LAWA Typ 14) | PE_ISS_1200 DE_NRW_9286_154664 |
Maßnahmenträger Gemeinde Metelen | Ende der Bauzeit 2017 |
Länge (Stationierung) der Maßnahme 200 m (Stat. 162+200 bis 162+400) | Flächenbeanspruchung der Maßnahme ca. 1,5 ha |
Die mit rund 3 m Absturzhöhe große Stauanlage an der Plagemann’s Mühle in der Vechte wird seit 1980 von der Gemeinde Metelen nur noch als Kulturstau betrieben. Das denkmalgeschützte Mühlengebäude mit Mühlenmuseum ist ein gern besuchter Ort in Metelen. Daher wurde die Herstellung der Durchgängigkeit für Fische und Kleinstlebewesen an dem Wehrstandort verknüpft mit einer deutlichen städtebaulichen Aufwertung des gesamten Umfeldes.
Als Neue Vechte wurde ein 350 m langes Umgehungsgerinne mäandrierend, d.h. in Flussschlingen angelegt, um für die im Wasser lebenden Tiere Wanderungen zwischen ihren natürlichen Lebensräumen wieder zu ermöglichen. Der Höhenunterschied wird über 33 Riegelstrukturen aus Holz und Steinen überwunden, sodass Fische wieder in die naturnahen Vechteabschnitte oberhalb der Ortslage aufsteigen können. Gleichzeitig wurde ein Altarm bei „Kocks Insel“ entschlammt und geöffnet, sodass die Vechte die Insel wieder umfließen kann. Durch den Einbau von Totholz, das Entfernen unnötiger Uferbefestigungen und das Zulassen einer natürlichen Sukzession auf der Insel können sich in und am Gewässer neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entwickeln.
Die Öffentlichkeit kann dieser Entwicklung vom neu gebauten Fuß- und Radweg aus zuschauen. Längs des Weges laden Infotafeln und Bänke zum Verweilen und Beobachten ein und eine Brücke über den Zulaufbereich zum Umgehungsgerinne bietet Einblicke in den Fischweg. Ein direkter Zugang zum Wasser für Jung und Alt ist auch an einem „Sandstrand“ in einem Teilabschnitt der Umgehung möglich und schafft damit einen hohen Erlebniswert am Fluss. Der Sand dient zudem als Geschiebedepot für das natürliche Sohlsubstrat im Gewässer.
Nicht zuletzt wurde durch die Neue Vechte die Vorflut verbessert und damit die Hochwassersituation bei Extremereignissen in der Ortslage entschärft.
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