
Ein Trittstein im Emrichbach in Vreden
Dem Emrichbach in Vreden wurde kurz vor der Einmündung in die Berkel ein naturnahes Bachprofil und ein breiter Entwicklungskorridor zurückgegeben. Damit entsteht ein weiterer Trittstein im Sinne des Strahlwirkungskonzeptes.
Gewässername Emrichbach | Bezirksregierung Münster Vreden, Kreis Borken |
Leitbild Sandgeprägte Tieflandbäche (LAWA Typ 14) | PE_ISS_1100 DE_NRW_928474_0 |
Maßnahmenträger Wasser- und Bodenverband Unteres Berkelgebiet | Ende der Bauzeit 2020 |
Länge (Stationierung) der Maßnahme 300 m (Stat. 0+000 bis 0+300) | Flächenbeanspruchung der Maßnahme ca. 8.500 m² |
Der Emrichbach floss vor der Mündung in die Berkel in Vreden in einem ausgebauten Trapezprofil zwischen Acker und Weideflächen. Sohle und Böschungsfuß waren mit Steinschüttungen gesichert. Umgebaut wurde nun eine 300 m lange Bachstrecke vor der Einmündung. Dabei wurde ein ehemaliger Sandfang naturnah umgestaltet und dem Bachlauf wieder Raum gegeben zur eigendynamischen Entwicklung. In dem bis zu 30 m breiten Entwicklungskorridor wurden rund 9.000 m³ Boden bewegt, die Ufer abgeflacht und eine Sekundäraue angelegt, die mehrmals im Jahr überflutet wird. Mulden und eine Blänke sorgen hier für einen Wasserrückhalt. Für den neuen Bachlauf wurde ein mäandrierendes Gerinne vorprofiliert, welches sich durch den Einbau von 55 Totholzelementen in der Folge weiterentwickeln und verlagern kann, sodass vielfältige Strukturen und Lebensräume für bach- und auentypische Tier- und Pflanzenarten entstehen. Für diese Arten entsteht so ein wertvoller Trittstein in dem landwirtschaftlich geprägten Umfeld.
Durch die lockere Anpflanzung von 400 Gehölzen soll der Bachlauf schon bald beschattet werden, um einer Verkrautung entgegenzuwirken und sommerliche Temperaturschwankungen auszugleichen.

