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Hochwasser im Einzugsgebiet der Ruhr – Wie gehen wir mit dem Risiko um?

Luftbild einer überfluteten Straße, ca. 50 cm tiefes Wasser, mehrstöckige Häuser, Autos, bewaldeter Hang

Hochwasser im Einzugsgebiet der Ruhr – Wie gehen wir mit dem Risiko um?

Hochwasserrisikomanagement im Ruhreinzugsgebiet – weiterführende Informationen finden Sie hier!

Hochwasser sind Naturphänomene, die als Folge des Klimawandels zukünftig häufiger auftreten können. Die damit verbundenen Risiken müssen wir erkennen und entsprechende Vorsorge betreiben.

Die Ruhr bildet mit ihren Zuflüssen das zentrale Fließgewässersystem des Hochsauerlandes. Sie mündet nach 219 Fließkilometern in Duisburg in den Rhein.

Ihr Einzugsgebiet bietet kaum einen natürlichen Hochwasserrückhalt. Drei der 17 Talsperren in ihrem Einzugsgebiet dienen u. a. dem Hochwasserschutz und reduzieren vor allem im Winter die Hochwasserspitzen.

Die größten Hochwassergefahren und damit verbundene potenzielle Risiken im Teileinzugsgebiet Ruhr betreffen Bereiche entlang der Gewässer Ruhr sowie der Nebengewässer Möhne, Lenne und Hönne. Insbesondere dichter besiedelte Gebiete der Städte Hattingen, Arnsberg, Witten und Werdohl sind bei einer mittleren Hochwasserwahrscheinlichkeit in größerem Umfang betroffen. Gleiches gilt für die Städte Plettenberg und Finnentrop entlang der Lenne sowie Menden Bösperde entlang der Hönne.

Diese Gefahrenschwerpunkte wurden durch die Überflutungen bei den Hochwassern im Juli 2021 grundsätzlich bestätigt. Die Extremabflüsse von ungekanntem Ausmaß verursachten immense Sachschäden, großes Leid und sogar Todesfälle im Einzugsgebiet der Ruhr. Als Auswirkung des Hochwassers war die Wasserversorgung für einige Tage gestört.

Seit Beginn der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie wurden in den acht zugehörigen Handlungsbereichen zahlreiche Maßnahmen begonnen und teilweise umgesetzt. Ergänzend zur kontinuierlichen Hochwasserrisikomanagementplanung wurde aufbauend auf der Analyse und Aufarbeitung der Ereignisse vom Juli 2021 der Arbeitsplan „Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ erarbeitet. Er enthält notwendige Schritte zur verbesserten Vorsorge und zum Schutz vor Hochwasserereignissen.

Einen zusammenfassenden Überblick zum Hochwasserrisikomanagement und die Entwicklung der lokalen und regionalen Aktivitäten bietet die Broschüre zum Hochwasserrisikomanagement im TEG Ruhr (pdf-Download, 5,7 MB).

Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten

Für die nach der vorläufigen Bewertung als Risikogebiete eingestuften Gewässerabschnitte werden Hochwassergefahrenkarten und Hochwasserrisikokarten erstellt. Mithilfe dieser Karten erkennen Sie, wo in Ihrer Region oder Ihrer Stadt konkret Gefahren und Risiken durch Hochwasser bestehen. Auf dieser Basis können Sie die individuelle Gefahrenlage bewerten und vorbeugende Maßnahmen zur Verminderung von Schäden planen.

Hochwasserrisikomanagement in Kommunen

Gemeinsam mit den Bezirksregierungen haben die Kommunen die für den Schutz und die Vorsorge relevanten Maßnahmen identifiziert und in einem Maßnahmenplan zusammengetragen. Die Kommunensteckbriefe beinhalten die auf dem jeweiligen Gemeinde- bzw. Stadtgebiet umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Reduzierung des Hochwasserrisikos. Diese Maßnahmen gilt es nun in den kommenden Jahren umzusetzen bzw. fortzuführen, damit gemeinsam eine wirksame Reduzierung und Vermeidung von Hochwasserrisiken erreicht werden kann.