Der dritte Bewirtschaftungsplan

3. BWP (2022-2027)

Der dritte Bewirtschaftungsplan

für die nordrhein-westfälischen Anteile von Rhein, Weser, Ems und Maas

Der dritte Bewirtschaftungplan umfasst den Zeitraum 2022 bis 2027. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie alle Informationen zur Bewirtschaftungsplanung und zu Ihren Möglichkeiten daran mitzuwirken.

Am 22.12.2018 ist mit der Veröffentlichung des Zeitplans und des Arbeitsprogramms der offizielle Startschuss für die Erarbeitung des 3. Bewirtschaftungsplans zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gefallen. Bis zum 22.12.2021 muss dieser Plan und das zugehörige Maßnahmenprogramm fertig gestellt sein.

Sie finden auf dieser und den nachfolgenden Seiten alle Informationen zum Planungsprozess, Daten und Informationen über die Situation der Gewässer und Grundwasservorräte in NRW sowie die bei der Bewirtschaftungplanung wichtigen Dokumente.

Alle Bürger sind eingeladen, sich an der Bewirtschaftungplanung zu beteiligen. Wann und wie das geht erfahren Sie ebenfalls auf diesen Seiten.

Ihre Meinung ist gefragt!

Der Bericht "Übersicht über die wichtigen Fragen der Gewässerbewirtschaftung in NRW" stellt die Handlungsbereiche vor, die bei der Aufstellung des Bewirtschaftungplans besonders beachtet werden sollten. Sie können bis zum 22.Juni 2020 zu diesem Bericht Stellung nehmen. Alle Informationen finden Sie auf der Seite Wichtige Fragen der Gewässerbewirtschaftung für Nordrhein-Westfalen.

Naturnaher Bach

Naturnaher Bach

10.12.2018
naturnaher Bachverlauf mit Totholz (querliegender Baum)
naturnah, Totholz
Naturnaher Bach. Quelle: Christoph Aschemeier

Der Schutz der Gewässer als Trinkwasserreservoir und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere hat schon seit einiger Zeit auf der europäischen Ebene immer mehr an Bedeutung gewonnen. Deswegen hat die Europäische Gemeinschaft ihre Gewässerschutzpolitik neu ausgerichtet und die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verabschiedet.

Seit dem 22. Dezember 2000 ist die Richtlinie in Kraft. Sie gilt für alle Gewässer Europas, das heißt für Oberflächengewässer einschließlich der Übergangs- und Küstengewässer und für das Grundwasser.

Das Leitbild der WRRL ist der natürliche Zustand der Gewässer: Die natürliche Vielfalt und Fülle der Gewässerlebensgemeinschaften, die natürliche Gestalt und Wasserführung der Flüsse und Bäche und die natürliche Qualität des Wassers, frei von menschlichen Beeinträchtigungen. dabei sind jedoch viele Faktoren zu berücksichtigen: Die hohe Besiedlungsdichte, die vielfältige Nutzung der Gewässer und eine  intensive Landbewirtschaftung in unserem Bundesland wirken auf die Erreichung der Ziele ein. Nur wenn alle Bedingungen ausreichend berücksichtigt werden, können die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden.

Wasser ist eine wichtige Ressource für den Menschen und die Natur, die langfristig gesichert werden muss. Nur wenn Gewässerstrukturen, Wasserqualität und Wassermenge in einem guten Zustand sind und gehalten werden, ist die Verfügbarkeit von Wasser für den Menschen und die Tier- und Pflanzenwelt gewährleistet.

Mit der Veröffentlichung von "Zeitplan und Arbeitsprogramm" hat im Dezember 2018 die heiße Phase der Vorbereitung des kommenden Bewirtschaftungplans begonnen. Gleichzeitig wurden viele interne Arbeiten der Behörden angestoßen bzw. abgeschlossen dazu gehört vor allem die Überprüfung der Bestandsaufnahme. Dies schließt u.a. die Auswertung der aktuellen Monitoringergebnisse aller Wasserkörper, die Ermittlung der aktuellen Belastungsfaktoren und die Überprüfung der Ausweisung der Oberflächenwasserkörper als erheblich verändert ein. Ab dem Januar 2019 werden die Ergebnisse nach und nach auf ELWAS-WEB und auf diesen Internetseiten veröffentlicht.